Der Kieler Verein für Menschen mit und ohne Behinderungen

10.12.2018

Unser erstes Jahr im Pausenhaus

Seit einem Jahr leben wir jetzt im Pausenhaus am Großen Kamp! Nach den anfänglichen Glücksgefühlen kamen irgendwann solche Fragen wie: „Was kostet das Ganze?“ „Schaffen wir das?“ und was man sich dann manchmal so fragt, wenn man wieder anfängt zu Denken. Wir haben um Unterstützung gefragt und ganz viel Unterstützung bekommen! Dafür danken wir allen, die dazu beigetragen haben von Herzen!
Überweisungen und Aufträge, Vermietungen, Spenden und großzügige Selbsteinschätzung beim am Pausenboot-Wagen, Möbel und Fahrräder, Werkzeug und Geschirr, man glaubt es kaum, was alles zusammengekommen ist!
Allen, die Geld gespendet haben schicken wir in den nächsten Wochen eine Spendenbescheinigung, allen die eine Bescheinigung für Sachspenden möchten, bitten wir um einen Anruf oder Email.
Was bisher geschah: Das Pausenhaus ist tatsächlich ein Haus zum Pause machen – vom ganz normalen Alltag oder von Gewohnheiten, die sich so eingeschlichen haben. Auch bei uns selbst. Einige aus der Gruppe sind erwachsen geworden oder auf dem Weg dahin und mit anderen Dingen beschäftigt, andere wachsen gerade hinein.
Was weitergeht ist unsere Liebe zu gutem Essen, zu schönen Plätzen draußen und jetzt auch drinnen, unsere Freude an Musik und an der besonderen Art der Pausenbootler, die Welt zu erklären. (Wie diese anstrengende Antwort auf die Frage, was etwas kostet: Zahlen nach Selbsteinschätzung!) Und - im Sommer bleiben  wir unterwegs mit dem Pausenboot!
Neu ist: uns gibt es jetzt das ganze Jahr, im Winter im Haus. Wir haben einen „Hausmeister“ – Clemens wohnt im Haus, dafür macht er dort unheimlich viel. Das ist toll! Wir vermieten Räume, in denen man sich treffen kann oder seine Vereinssitzung abhalten kann, Wir haben eine Rolling-and Marching-Band gegründet (ist noch sehr in den Anfängen!). Wir haben ein Gefühlemuseum im Haus und bald auch im Garten und wir sind Abholpunkt der Marktschwärmerei Kiel.
Wir haben Gästezimmer, von denen eins gerade von Anselm bewohnt wird bis er eine Wohnung gefunden hat und wir haben unseren Kiosk für die Winterzeit ins Haus verlegt und haben einen pünktlich zur Weihnachtszeit ein Online-Kiosk eingerichtet - den wir künftig noch weiter ausbauen werden.  Dort gibt es wie immer unsere wunderbaren Naschietüten, unser Mutbuch und neuerdings Kekse – hausgebacken in unterschiedlichen Projektgruppen- und andere schöne Kleinigkeiten gegen Spende nach Selbsteinschätzung! Außerdem haben wir einen Postkartenservice eingerichtet, da kann man sich oder anderen eine Karte schicken lassen – zur Aufmunterung oder Stärkung, zum Trost oder einfach nur gute Wünsche. Ein paar Modelle findet ihr im Kiosk, wir nehmen aber auch individuelle Wünsche entgegen! Und dann haben wir noch einen Mangel- und Bügelservice im Angebot! 

Diesen Herbst hatten wir selbst so viel Obst, dass wir kein Sammel- und Verwert-Angebot machen konnten. Aber nächstes Jahr sind wir wieder darauf ansprechbar!
Das Haus ist auch „Stammtisch“ für die Reli-AG – das waren früher mal die ganz normalen Konfirmandengruppen, die sich gerade zu einer ganz neuen „Bewegung“ entwickeln. Alle, die schon konfirmiert sind oder sonstwie Interesse haben, dürfen mitmachen, als Helfer/innen, als Musiker/innen, Köch/innen… Wir haben schon tolle Konfi-Tage im Haus verbracht und Elternabende, Vorbereitungsrunden und es wird immer mehr!
Und wenn uns das noch nicht reicht, dann fahren wir nach Hohenfelde zu den Eseln und machen dort Konfirmandentage – auch offen für andere Interessierte.
Für das nächste Jahr planen wir einen Sensemäh-Kurs für alle, die mehr darüber erfahren möchten, wie man seinen Garten für Bienen attraktiv gestalten kann und wir denken über den Erwerb eines Fahrstuhls nach, damit wir endlich etwas barrrierefreier werden. Das braucht dann wieder Unterstützung von Stiftungen wie Aktion Mensch, Bingo, Stiftung Gertrud, Husen-Stiftung, Sparkassenstiftung  und der Leitstelle für Menschen mit Behinderungen.
Denn, alleine schaffen wir es noch nicht, unser Haus warm zu bekommen, aber wir tragen eifrig dazu bei und freuen uns weiterhin über Spenden und Unterstützung in jeder Form.

Bis dahin wünschen wir eine schöne Weihnachtszeit!

Euer Pausenboot-Team

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